Was ist die Auferstehung des Leibes?
1. Einleitung
Die Auferstehung des Leibes ist eine zentrale Lehre der biblischen Eschatologie. Das Christentum lehrt nicht die Flucht aus dem Leib in eine rein geistige Existenz, sondern verkündet, dass Gott die Toten auferwecken und ihnen verwandelte, unsterbliche Leiber geben wird, die entweder für das ewige Leben oder für das ewige Gericht bestimmt sind. Diese Lehre zieht sich von Hiob und Daniel über Jesus bis hin zu Paulus und prägt die gesamte christliche Hoffnung.
Dieser Artikel erklärt, was die Auferstehung des Leibes ist, welches ihre biblische Grundlage ist, wie der Auferstehungsleib beschaffen ist, wie sowohl Gläubige als auch Ungläubige auferstehen werden und warum diese Lehre für christlichen Glauben und Leben so wichtig ist.
2. Biblische Grundlagen für die Auferstehung des Leibes
2.1 Das Zeugnis des Alten Testaments
Obwohl das Alte Testament weniger explizite Aussagen als das Neue Testament enthält, erwartet es doch klar eine leibliche Auferstehung.
Hiob bekennt eine leibliche Hoffnung über den Tod hinaus:
„Ich weiß, dass mein Erlöser lebt,
und als der Letzte wird er über dem Staub stehen.
Und nachdem meine Haut so zerschlagen ist,
werde ich doch aus meinem Fleisch Gott schauen.“
— Hiob 19,25–26
Jesaja verheißt, dass die Toten des Volkes Gottes auferstehen werden:
„Deine Toten werden leben,
auch mein Leichnam, sie werden auferstehen.
Wachet auf und rühmet, die ihr im Staub liegt!...
Die Erde wird die Toten herausgeben.“
— Jesaja 26,19
Daniel spricht von einer Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Gottlosen:
„Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden erwachen,
die einen zum ewigen Leben,
die andern zu Schmach und ewiger Schande.“
— Daniel 12,2
Ausdrücke wie „im Staub schlafen“, „aufwachen“, „Leichname werden auferstehen“, „aus meinem Fleisch werde ich Gott sehen“ weisen alle auf die Wiederbelebung und Verwandlung des Leibes hin, nicht nur auf das Fortbestehen der Seele.
2.2 Die Lehre Jesu
Jesus bekräftigte ausdrücklich eine künftige leibliche Auferstehung für die gesamte Menschheit:
„Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorgehen werden:
die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens,
die aber das Böse getan haben zur Auferstehung des Gerichts.“
— Johannes 5,28–29
Als Jesus die Sadduzäer widerlegte (die die Auferstehung leugneten), berief er sich auf 2. Mose 3,6:
„Was aber die Auferstehung der Toten betrifft, habt ihr nicht gelesen, was euch von Gott gesagt ist:
‚Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‘?
Er ist doch nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.“
— Matthäus 22,31–32
Wenn Gott nach wie vor der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist, dann muss ihre endgültige Bestimmung eine andauernde, personale, leibliche Existenz einschließen.
Jesus verknüpft zudem rettenden Glauben mit der Auferstehungshoffnung:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“
— Johannes 11,25
2.3 Die Auferstehung Christi als Erstlingsfrucht
Die leibliche Auferstehung Jesu ist das Vorbild und die Garantie der Auferstehung der Gläubigen.
„Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, als Erstling der Entschlafenen.“
— 1. Korinther 15,20
In Israel war die Darbringung der „Erstlingsfrucht“ der erste Teil der Ernte, der die ganze kommende Ernte garantierte. Ebenso garantiert die Auferstehung Christi mit einem verherrlichten, unvergänglichen Leib, dass auch die, die zu ihm gehören, in Herrlichkeit auferstehen werden (1 Kor 15,23).
Das leere Grab und der leibliche Charakter seines Auferstehungsleibes machen dies deutlich:
- Sein ursprünglicher Leib verließ das Grab (Johannes 20,6–7).
- Er trug noch die Kreuzigungsnarben (Johannes 20,27).
- Er aß mit den Jüngern (Lukas 24,41–43; Johannes 21,12–13).
- Er bestand darauf:
„Seht meine Hände und meine Füße, ich bin es selbst. Fasst mich an und seht! Denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe.“
— Lukas 24,39
Die Auferstehung Christi ist nicht bloß ein „geistiges Weiterleben“; sie ist leibliches, verherrlichtes Leben nach dem Tod und definiert, was „Auferstehung“ in der Heiligen Schrift bedeutet.
2.4 Die apostolische Lehre
Die ausführlichste neutestamentliche Lehre zur Auferstehung des Leibes findet sich in 1. Korinther 15. Paulus beantwortet dort zwei Fragen (1 Kor 15,35):
- „Wie werden die Toten auferweckt?“
- „Mit was für einem Leib kommen sie?“
Er betont, dass, wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann auch Christus nicht auferweckt ist; dann ist die Predigt inhaltslos, der Glaube nichtig und die Gläubigen bleiben in ihren Sünden (1 Kor 15,13–17). Die Auferstehung des Leibes ist also wesentlich für das Evangelium, kein optionales Anhängsel.
An anderen Stellen lehrt Paulus:
- Gläubige erwarten „die Erlösung unseres Leibes“ (Römer 8,23).
- Christus „wird unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten, so dass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit“ (Philipper 3,21).
- Bei der Wiederkunft Christi werden die Toten in Christus auferstehen und die lebenden Gläubigen verwandelt werden (1. Thessalonicher 4,13–17; 1. Korinther 15,51–54).
Der wiederholte Schwerpunkt liegt nicht nur auf dem Fortbestehen der Seele, sondern auf der Auferweckung und Verwandlung des Leibes.
3. Was ist der Auferstehungsleib?
Die biblische Lehre von der Auferstehung des Leibes umfasst sowohl Kontinuität (es ist wirklich unser Leib) als auch Verwandlung (er wird wunderbar verändert).
3.1 Reale Kontinuität mit unseren jetzigen Leibern
Auferstehung bedeutet nicht die Erschaffung eines völlig anderen Wesens. Sie ist die Auferweckung und Verherrlichung genau jenes Leibes, der gestorben ist.
Wichtige Hinweise darauf:
- Der Begriff „Auferstehung“ selbst setzt voraus, dass das, was gestorben ist, auch das ist, was auferweckt wird; sonst handelte es sich um einen Ersatz, nicht um eine Auferstehung.
- Der auferstandene Leib Jesu war derselbe Leib, der gekreuzigt wurde – nun jedoch verherrlicht:
- Das Grab war leer (Johannes 20,1–8).
- Seine Wundmale blieben als erkennbare Kennzeichen (Johannes 20,27).
- Er sagte: „Ich bin es selbst“ (Lukas 24,39).
- Paulus schreibt:
„Denn dies Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen und dies Sterbliche Unsterblichkeit anziehen.“
— 1. Korinther 15,53
Er spricht davon, dass derselbe Leib mit neuen Eigenschaften „bekleidet“ wird, nicht dass er gegen einen anderen Leib ausgetauscht wird.
Das bedeutet, dass persönliche Identität, Erinnerung und Persönlichkeit erhalten bleiben. Das „Du“, das stirbt, ist dasselbe „Du“, das auferweckt werden wird.
3.2 Ein wirklich physischer, materieller Leib
Die Schrift verwirft die Vorstellung, dass der endgültige Zustand eine körperlose, geisterhafte Existenz sei. Der Mensch wurde als Einheit von Leib und Seele geschaffen (1 Mose 2,7), und die Erlösung stellt diese Einheit wieder her.
- Der Auferstehungsleib Jesu hatte „Fleisch und Knochen“ (Lukas 24,39).
- Man konnte ihn berühren (Matthäus 28,9; Johannes 20,27).
- Er aß Speise nach seiner Auferstehung (Lukas 24,42–43).
- Paulus spricht von der „Erlösung unseres Leibes“ (Römer 8,23), nicht von der Befreiung von unserem Leib.
Wenn Paulus sagt: „Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht ererben“ (1 Kor 15,50), leugnet er nicht die Leiblichkeit. „Fleisch und Blut“ ist eine jüdische Redewendung für vergängliche, sterbliche Menschheit. Unser jetziger, verderblicher Zustand kann das Reich Gottes nicht erben; darum müssen unsere Leiber verwandelt, nicht verworfen werden.
3.3 Verherrlicht und verwandelt
In 1. Korinther 15,42–44 kontrastiert Paulus unsere jetzigen Leiber mit den Auferstehungsleibern:
| Gegenwärtiger Leib | Auferstehungsleib |
|---|---|
| Verweslich | Unverweslich |
| Gesät in Unehre | Auferweckt in Herrlichkeit |
| Gesät in Schwachheit | Auferweckt in Kraft |
| Natürlicher Leib | Geistlicher Leib |
Kurz gefasst:
-
Unverweslich (1 Kor 15,42)
Kein Verfall, keine Krankheit, kein Tod. Der Auferstehungsleib ist unvergänglich und unzerstörbar. -
Herrlich (1 Kor 15,43; Phil 3,21)
Befreit von der Schmach der Sünde und der Sterblichkeit; strahlend von der Schönheit der Heiligkeit. -
Voll Kraft (1 Kor 15,43)
Keine Müdigkeit, Gebrechlichkeit oder Begrenzung durch Schwachheit. Unsere Fähigkeiten zu Dienst, Anbetung und Freude werden weit vergrößert sein. -
Geistlich (1 Kor 15,44)
„Geistlich“ bedeutet hier nicht unkörperlich, sondern vom Heiligen Geist beherrscht, nicht mehr von der Sünde. Der Auferstehungsleib ist völlig physisch und zugleich völlig vom Geist Gottes geleitet und befähigt.
Paulus fasst zusammen:
„Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.“
— 1. Korinther 15,49
Unsere Auferstehungsleiber werden dem Leib Christi ähnlich sein:
- Gleichgestaltet seinem Leib der Herrlichkeit (Philipper 3,21).
- „Wir werden ihm ähnlich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Johannes 3,2).
Die Fähigkeiten des verherrlichten Christus – etwa sein Erscheinen in einem verschlossenen Raum (Johannes 20,19) – deuten darauf hin, dass der verherrlichte Leib nicht in derselben Weise begrenzt ist wie unsere jetzigen Leiber und doch zugleich wirklich physisch und erkennbar bleibt.
4. Auferstehung der Gläubigen und der Ungläubigen
Die Schrift lehrt eine universale Auferstehung des Leibes – jedoch mit radikal verschiedenen Ergebnissen.
4.1 Die Auferstehung der Gerechten
Diejenigen, die zu Christus gehören, haben Anteil an dem, was die Offenbarung die „erste Auferstehung“ nennt (Offenbarung 20,4–6), die außerdem beschrieben wird als:
- Die „Auferstehung des Lebens“ (Johannes 5,29).
- Die „Auferstehung der Gerechten“ (Lukas 14,14).
- „Ewiges Leben“ (Daniel 12,2).
Gläubige werden in Herrlichkeit auferweckt:
- Gläubige der Gemeindezeit (Kirchenzeitalter) empfangen ihre Auferstehungsleiber bei der Entrückung, wenn Christus für seine Gemeinde kommt (1 Thess 4,13–17; 1 Kor 15,51–54).
- Alttestamentliche Heilige und Märtyrer aus der zukünftigen Trübsal werden ebenfalls auferweckt und mit Christus in seinem Reich herrschen (Daniel 12,2; Offenbarung 20,4).
All diese Ereignisse sind Aspekte der Auferstehung der Erlösten – einer Auferstehung zum Leben, zur Freude und zur ewigen Gemeinschaft mit Gott in einem neuen Himmel und einer neuen Erde (Offenbarung 21–22).
4.2 Die Auferstehung der Gottlosen
Auch die Verlorenen werden eine leibliche Auferstehung erfahren, jedoch zum Gericht.
Wie Jesus sagte:
„Die das Böse getan haben [werden hervorgehen] zur Auferstehung des Gerichts.“
— Johannes 5,29
Daniel spricht entsprechend von solchen, die erwachen zu „Schmach und ewiger Schande“ (Daniel 12,2).
Die Offenbarung beschreibt dies als die letzte Auferstehung nach dem tausendjährigen Reich (Millennium) Christi:
„Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren.“
— Offenbarung 20,5
Dann sieht Johannes:
„Und ich sah die Toten, Groß und Klein, vor dem Thron stehen, und Bücher wurden geöffnet; … und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken.“
— Offenbarung 20,12
Diejenigen, deren Namen nicht im Buch des Lebens gefunden werden, werden in den Feuersee geworfen (Offenbarung 20,15). Ihre Auferstehungsleiber sind nicht für Herrlichkeit, sondern für ewige, bewusste Strafe bereitet.
So lehrt die Lehre von der Auferstehung des Leibes: Jeder Mensch wird ewig in einem Leib leben – entweder verherrlicht in der Gegenwart Gottes oder auferweckt zum Gericht, fern von seiner gnädigen Gegenwart.
5. Warum die Auferstehung des Leibes wichtig ist
5.1 Sie bekräftigt die gute Schöpfung Gottes
Die Auferstehung des Leibes verkündet, dass Materie nicht böse ist und der Leib kein Gefängnis, dem zu entfliehen wäre. Gott hat die sichtbare Welt geschaffen und sie „sehr gut“ genannt (1 Mose 1,31). Erlösung bedeutet nicht die Aufgabe der Schöpfung, sondern ihre Erneuerung und Verherrlichung. Die zukünftige neue Erde ist eine reale, physische Welt, und die auferstandenen Heiligen werden sie in realen, physischen Leibern bewohnen.
5.2 Sie vollendet unsere Errettung
Erlösung ist in der Schrift ganzheitlich: Gott rettet Leib und Seele.
- Unsere Geister sind jetzt lebendig gemacht (Epheser 2,5).
- Unser Sinn wird erneuert (Römer 12,2).
- Aber unsere Leiber seufzen noch unter dem Fluch (Römer 8,22–23).
Paulus sagt, dass Gläubige warten auf „die Kindschaft, die Erlösung unseres Leibes“ (Röm 8,23). Die volle Errettung ist erst mit der Auferstehung vollständig. Ohne leibliche Auferstehung hätte der Tod immer noch einen Teil von uns in seiner Gewalt. Durch die Auferstehung dagegen wird der Tod „verschlungen in den Sieg“ (1 Kor 15,54).
5.3 Sie begründet christliche Ethik
Weil unsere Leiber auferweckt und verherrlicht werden, hat das, was wir jetzt in unserem Leib tun, ewige Bedeutung.
Paulus argumentiert gegen sexuelle Unmoral gerade mit der Auferstehung:
„Gott hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind?“
— 1. Korinther 6,14–15
Die zukünftige Auferstehung verleiht gegenwärtiger leiblicher Gehorsamkeit, Heiligung und Dienst Gewicht und Ernst.
5.4 Sie tröstet Leidende und Trauernde
Die Auferstehung des Leibes schenkt tiefe, konkrete Hoffnung angesichts von Leid, Behinderung, Alter und Tod.
- Jede Krankheit und jede Behinderung wird im Auferstehungsleib rückgängig gemacht: kein Schmerz mehr, kein Verfall mehr.
- Jeder gläubige verstorbene Angehörige wird auferstehen und wiedererkennbar sein, mit erhaltener Identität und Erinnerung.
- Trauer ist real, aber nicht hoffnungslos:
„Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben.“
— 1. Thessalonicher 4,13
5.5 Sie zentriert die Hoffnung auf Christus selbst
Letztlich ist die Auferstehung des Leibes wichtig, weil sie uns in eine vollkommene, leibliche Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus führt:
„Weil ich lebe, sollt auch ihr leben.“
— Johannes 14,19
Wir werden ihn mit unseren Augen sehen, mit unseren Ohren hören und mit verherrlichten Händen in einer erneuerten Schöpfung dienen. Das ist das Endziel biblischer Eschatologie.
6. Schlussfolgerung
Die Auferstehung des Leibes ist die biblische Verheißung, dass Gott die Toten auferwecken und ihre Leiber für eine ewige Bestimmung verwandeln wird. Verwurzelt im Alten Testament, offenbart durch Jesus und entfaltet durch die Apostel, bekräftigt diese Lehre:
- Die Güte der Schöpfung und des Leibes.
- Die physische, verherrlichte Natur unserer zukünftigen Existenz.
- Die Gewissheit von Gericht und ewigem Leben.
- Die zentrale Bedeutung der leiblichen Auferstehung Christi als Erstlingsfrucht und Vorbild.
Gläubige werden unverweslich, herrlich, kraftvoll und geistlich auferweckt, dem Bild des auferstandenen Christus gleichgestaltet und ausgerüstet für ein nie endendes Leben in der neuen Schöpfung. Ungläubige werden ebenso auferstehen, jedoch zum Gericht.
Weit davon entfernt, spekulativ zu sein, ist die Auferstehung des Leibes ein wesentlicher Bestandteil des Evangeliums, grundlegend für christliche Ethik und tief tröstlich für alle, die Christus vertrauen. Sie ruft uns dazu auf, jetzt im Licht jenes Tages zu leben, an dem der Tod endgültig überwunden sein wird und unsere ganze Person – Leib und Seele – für immer Anteil haben wird an dem Leben des auferstandenen Herrn.
FAQ
F: Was bedeutet „Auferstehung des Leibes“ im Christentum?
Die „Auferstehung des Leibes“ bedeutet, dass Gott zu seiner festgesetzten Zeit die Toten auferwecken und ihnen neue, unsterbliche Leiber geben wird. Es geht nicht nur um das Weiterleben der Seele, sondern um die Wiederbelebung und Verwandlung unserer physischen Leiber – nach dem Vorbild des auferstandenen Leibes Jesu Christi und geeignet für ewiges Leben oder ewiges Gericht.
F: Ist der Auferstehungsleib physisch oder geistlich?
Der Auferstehungsleib ist sowohl physisch als auch geistlich. Er ist physisch, weil er wirkliche Substanz hat, „Fleisch und Knochen“ wie der Auferstehungsleib Jesu, und gesehen und berührt werden kann. Er ist geistlich, weil er vollständig vom Heiligen Geist regiert und befähigt ist – unverweslich, verherrlicht und frei von Sünde und Schwachheit.
F: Werden auch Ungläubige auferstehen?
Ja. Die Schrift lehrt eine universale Auferstehung: Diejenigen, die zu Christus gehören, werden zur Auferstehung des Lebens auferweckt, und diejenigen, die ihn verwerfen, zur Auferstehung des Gerichts (Johannes 5,28–29; Daniel 12,2; Offenbarung 20,11–15). Beide Gruppen empfangen Leiber, die ihrer jeweiligen ewigen Bestimmung entsprechen.
F: Wie hängt die Auferstehung des Leibes mit der Auferstehung Jesu zusammen?
Die leibliche Auferstehung Jesu ist die Erstlingsfrucht der Auferstehungsernte. Sein leeres Grab und sein verherrlichter Leib sind das Vorbild und die Garantie der zukünftigen Auferstehung der Gläubigen (1. Korinther 15,20–23). Weil er in einem Auferstehungsleib lebt, werden auch die, die durch Glauben mit ihm vereint sind, in Leibern auferstehen, die seinem Leib der Herrlichkeit ähnlich sind (Philipper 3,21; 1. Johannes 3,2).
F: Warum ist der Glaube an die Auferstehung des Leibes für Christen so wichtig?
Der Glaube an die Auferstehung des Leibes ist entscheidend, weil ohne ihn das Evangelium zusammenbricht und der Tod weiter herrscht. Er versichert uns, dass die Errettung die ganze Person umfasst, dass unser gegenwärtiges leibliches Leben Gewicht hat und dass Leid und Tod nicht das letzte Wort haben. Er verankert die christliche Hoffnung in einer konkreten Zukunft: einem leiblichen Leben mit Christus in einer erneuerten Schöpfung.
Häufig gestellte Fragen
F: Was bedeutet „Auferstehung des Leibes“ im Christentum?
F: Ist der Auferstehungsleib physisch oder geistlich?
F: Werden auch Ungläubige auferstehen?
F: Wie hängt die Auferstehung des Leibes mit der Auferstehung Jesu zusammen?
F: Warum ist der Glaube an die Auferstehung des Leibes für Christen so wichtig?
L. A. C.
Theologe spezialisiert auf Eschatologie, engagiert darin, Gläubigen zu helfen, Gottes prophetisches Wort zu verstehen.
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