Werden wir im Himmel essen und trinken?

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1. Einleitung

Die Frage „Werden wir im Himmel essen und trinken?“ berührt sowohl unsere Neugier als auch unsere Hoffnung. Die Heilige Schrift verbindet Gottes zukünftiges Reich mit Festmählern, Gastmählern und dem „Hochzeitsmahl des Lammes“; zugleich verheißt sie, dass die Gläubigen „nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten“ werden (Offb 7,16). Wie passen diese beiden Linien zusammen?

Aus Sicht der biblischen Eschatologie erfordert die Beantwortung der Frage, ob wir im Himmel essen und trinken werden, dass wir:

  • zwischen dem gegenwärtigen Himmel und dem zukünftigen Auferstehungsleben auf der neuen Erde unterscheiden,
  • untersuchen, was die Schrift über verherrlichte Leiber und Nahrung sagt,
  • verstehen, was es bedeutet, dass es kein Hungern und Dürsten mehr geben wird,
  • den Zweck (nicht die Notwendigkeit) des Essens und Trinkens im zukünftigen Zeitalter klären.

Dieser Artikel konzentriert sich ausdrücklich auf Essen und Trinken im Himmel und fasst die wichtigsten biblischen Texte zu dieser Frage zusammen.


2. Der Himmel in zwei Phasen: gegenwärtiger Himmel und zukünftige neue Erde

Wenn Menschen fragen: „Werden wir im Himmel essen und trinken?“, vermischen sie häufig zwei unterschiedliche biblische Realitäten:

  1. Der gegenwärtige Himmel (Zwischenzustand) – der Ort, an den die Seelen der Gläubigen unmittelbar nach dem Tod gehen (vgl. Phil 1,23; 2 Kor 5,8).
  2. Der ewige Zustand – der neue Himmel und die neue Erde mit dem Neuen Jerusalem nach der Auferstehung und dem Endgericht (Offb 21–22; 2 Petr 3,13).

Die Schrift spricht am deutlichsten über Essen und Trinken im Zusammenhang mit:

  • dem Auferstehungsleib Christi, der das Vorbild für unsere Auferstehungsleiber ist (1 Kor 15,49; Phil 3,20–21; 1 Joh 3,2),
  • dem kommenden Reich und dem Hochzeitsmahl des Lammes (Mt 8,11; 26,29; Lk 22,16–18; Offb 19,7–9),
  • dem Baum des Lebens und dem Strom des Wassers des Lebens im Neuen Jerusalem (Offb 22,1–2).

Wenn wir also fragen, ob wir im Himmel essen und trinken werden, fragen wir im Kern nach dem Leben in verherrlichten Leibern auf der neuen Erde – auch wenn einige Implikationen den gegenwärtigen Himmel mitberühren.


3. Verherrlichte Leiber und die Fähigkeit zu essen und zu trinken

Eine entscheidende biblische Grundlage ist die Natur des Auferstehungsleibes Christi, denn die Gläubigen werden „dem Bild seines Sohnes gleich gestaltet“ werden (Röm 8,29) und Leiber haben „gleichförmig seinem Leib der Herrlichkeit“ (Phil 3,21).

3.1 Jesus aß und trank nach seiner Auferstehung

Nach seiner Auferstehung hat Jesus bewusst vor den Augen der Jünger gegessen:

„Und da sie noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie gaben ihm ein Stück von einem gebratenen Fisch; und er nahm es und aß vor ihnen.“
Lk 24,41–43

Ein anderes Mal, am See von Galiläa:

„Jesus spricht zu ihnen: Kommt, haltet das Frühstück! … Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und desgleichen den Fisch.“
Joh 21,12–13

Diese Stellen sind für die Eschatologie grundlegend, weil sie zeigen:

  • Ein verherrlichter, unvergänglicher Leib kann in einem echten, physischen Sinn Nahrung zu sich nehmen.
  • Jesu Essen diente nicht dem Überleben oder der Abwehr von Schwachheit; es war demonstrativ und gemeinschaftsbezogen – ein Zeichen wirklichen leiblichen Lebens und der Gemeinschaft.

Eine knappe theologische Zusammenfassung:

Aussage über AuferstehungsleiberBiblische Grundlage
Unsere Leiber werden dem verherrlichten Leib Christi ähnlich seinPhil 3,20–21; 1 Joh 3,2
Der verherrlichte Leib Christi physische NahrungLk 24,41–43; Joh 21,12–13
Daher erlauben verherrlichte Leiber das EssenAbgeleitete Folgerung

Das stützt mit Nachdruck die Schlussfolgerung, dass auferstandene Gläubige essen und trinken können werden.

3.2 Auferstehungsleiber brauchen keine Nahrung zur Lebenserhaltung

Gleichzeitig betont die Schrift, dass Auferstehungsleiber:

  • unverweslich und unsterblich sind (1 Kor 15,42–53),
  • nicht mehr dem Tod unterworfen sind (Lk 20,35–36),
  • frei von Fluch, Schmerz und Verfall sind (Offb 21,4; 22,3).

Das bedeutet: Essen und Trinken werden nicht nötig sein, um das Leben zu erhalten, wie es jetzt der Fall ist. Nahrung im Himmel dient der Freude, Gemeinschaft und Anbetung, nicht dem blanken Überleben.


4. Festmahle im Reich: Biblische Bilder von Essen und Trinken im Himmel

Mehrere Schlüsseltexte sprechen ausdrücklich von zukünftigem Essen und Trinken im Reich Gottes. Sie liefern direkte Hinweise darauf, dass es Mahlzeiten im kommenden Zeitalter geben wird, besonders in der Fülle des Reiches und auf der neuen Erde.

4.1 Das Hochzeitsmahl des Lammes

Offenbarung 19,7–9 beschreibt ein klimaktisches Hochzeitsfest:

„Glückselig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind!“
Offb 19,9

Das Bild ruft eindeutig einen Festschmaus hervor – ein gemeinsames Mahl, das die Vollendung der Vereinigung Christi mit seinem Volk markiert. Manche Theologen betonen vor allem die symbolische Seite, aber die Begriffe „Mahl“, „geladen“, „glückselig, die geladen sind“ fügen sich nahtlos in das durchgängige biblische Muster von wirklichen Festmahlen im Reich Gottes ein (vgl. Jes 25,6).

4.2 Jesu Verheißung, wieder mit seinen Jüngern zu essen und zu trinken

Beim letzten Passahmahl verband Jesus das Abendmahl mit einer zukünftigen Tischgemeinschaft im Reich:

„Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, da ich es neu mit euch trinken werde in dem Reich meines Vaters.“
Mt 26,29

„Denn ich sage euch, ich werde von nun an nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.“
Lk 22,18

Diese Aussagen sagen ausdrücklich:

  • Jesus selbst wird wieder vom Gewächs des Weinstocks (Wein) trinken,
  • Er wird es „mit euch“ tun – mit seinen Jüngern,
  • Dies geschieht „in dem Reich meines Vaters“, wenn es in seiner Fülle gekommen ist.

Das weist mit Nachdruck auf ein wirkliches gemeinsames Trinken im zukünftigen Reich hin.

4.3 Am Tisch mit Abraham, Isaak und Jakob

Jesus sagt auch:

„Aber ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Reich der Himmel zu Tisch liegen.“
Mt 8,11

„Zu Tisch liegen“ beschreibt die Haltung bei einem Festmahl. Das kündigt ein reales, gemeinschaftliches Mahl der Erlösten mit den Erzvätern im vollendeten Reich an.

4.4 Der Baum des Lebens und die Früchte des Neuen Jerusalem

Im ewigen Zustand, nachdem der neue Himmel und die neue Erde geschaffen sind, sieht Johannes:

„Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes. In der Mitte ihrer Straße und auf beiden Seiten des Stromes der Baum des Lebens, der zwölf Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt.“
Offb 22,1–2

Den Gläubigen wird ausdrücklich Zugang zu dieser Frucht zugesagt:

„Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.“
Offb 2,7

Daraus folgen mehrere Beobachtungen:

  • Der Baum des Lebens trägt Frucht im Neuen Jerusalem,
  • Die Frucht ist ausdrücklich dazu da, gegessen zu werden („zu essen geben“),
  • Das ist Teil des wiederhergestellten Paradieses; was in Eden verloren ging, wird wiedergewonnen und übertroffen (1 Mo 2–3; Offb 22,1–5).

Damit ist klar: Essen im ewigen Zustand auf der neuen Erde ist nicht bloß Symbolik; es gehört wesentlich zur verheißenen Segensfülle.

4.5 Der Strom des Wassers des Lebens

Johannes sieht außerdem:

„Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes.“
Offb 22,1

An anderer Stelle spricht der Herr:

„Ich will dem Durstigen geben aus der Quelle des Wassers des Lebens umsonst.“
Offb 21,6

Dieses Wasser des Lebens hat eine tief geistliche Dimension (ewiges Leben, Erfüllung in Gott), doch das Bild des Trinkens bleibt durchgängig. Ähnlich wie beim Baum des Lebens scheint es auch hier eine reale, lebensfördernde Freude an dem zu geben, was Gott schenkt – allerdings ohne jede Bedrohung durch Tod oder Mangel.


5. „Sie werden nicht mehr hungern“: Wie „kein Hunger und Durst“ einzuordnen ist

Ein zentraler Text, der manchmal gegen die Vorstellung von Essen und Trinken im Himmel angeführt wird, lautet:

„Sie werden nicht mehr hungern noch dürsten.“
Offb 7,16

Wie kann die Schrift kein Hunger und Durst verheißen und zugleich von Festmählern, Wein und Früchten im zukünftigen Reich sprechen?

5.1 Das Ende des Mangels, nicht das Ende der Freude

Der Zusammenhang von Offenbarung 7,16–17 macht die Aussage klar:

„Sie werden nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf ihnen lasten die Sonne noch irgendeine Hitze; denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu Wasserquellen des Lebens.“

Der Schwerpunkt liegt auf dem Ende von Leid, Entbehrung und Gefahr. „Kein Hunger mehr“ bedeutet in diesem Kontext:

  • Kein Mangel an Nahrung mehr,
  • Keine körperliche Not und Qual mehr,
  • Keine Todesgefahr durch Hungersnot oder Durst mehr.

Das ist vollkommen vereinbar mit Essen und Trinken als Ausdruck von Freude und Gemeinschaft. So wie wir heute nach der Überwindung großer Armut sagen könnten: „Ich werde nie wieder hungern müssen“ – womit wir nicht meinen, dass wir nie mehr essen, sondern dass wir nie mehr Mangel leiden –, so meint die Verheißung in Offenbarung 7 das Ende jeder ungestillten Not, nicht die Abschaffung allen Essens.

5.2 Geistliche Erfüllung in Christus

Das Bild zielt zugleich auf die völlige geistliche Sättigung in Christus. Jesus ist das Brot des Lebens (Joh 6,35) und die Quelle des lebendigen Wassers (Joh 4,14; 7,37–39). Im Himmel wird es:

  • keine geistliche Leere,
  • kein ungestilltes Sehnen nach Gott,
  • keine Distanz zu seiner Gegenwart mehr geben (Offb 21,3; 22,4).

Die Bilder des Festmahls und die Verheißung „kein Hunger, kein Durst“ ergänzen sich: Unser tiefster Hunger und Durst – das Verlangen nach Gott selbst – wird vollständig und ewig gestillt sein. Innerhalb dieser vollkommenen Erfüllung wird leibliches Essen und Trinken Freude, Gemeinschaft und Anbetung ausdrücken, nicht Mangel.


6. Der Zweck von Essen und Trinken im Himmel

Wenn wir die biblischen Aussagen zusammenfassen, können wir die Frage „Werden wir im Himmel essen und trinken?“ entlang dreier grundlegender Linien beantworten.

6.1 Ja, die Schrift zeigt, dass wir essen und trinken können werden

  • Die Auferstehungsmahlzeiten Jesu zeigen, dass verherrlichte Leiber reale Nahrung essen können (Lk 24,41–43; Joh 21,12–13).
  • Jesus verheißt, das Gewächs des Weinstocks mit seinen Jüngern im Reich zu trinken (Mt 26,29; Lk 22,18).
  • Die Gläubigen werden mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tisch liegen im Reich (Mt 8,11).
  • Die Erlösten sind zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen (Offb 19,7–9).
  • Überwindern wird ausdrücklich verheißen, vom Baum des Lebens zu essen, dessen Früchte im Neuen Jerusalem wachsen (Offb 2,7; 22,2).

In der Zusammenschau stützen diese Texte klar die Aussage, dass Essen und Trinken Teil des himmlischen Lebens sein werden, insbesondere in der Auferstehung auf der neuen Erde.

6.2 Wir werden nicht aus Notwendigkeit essen und trinken

Allerdings wird die Art und Weise des Essens und Trinkens völlig verwandelt sein:

  • Kein Hunger aus Mangel,
  • Kein Durst aus Entbehrung,
  • Keine Schwachheit, Vergänglichkeit oder Tod, die „Kalorienzufuhr“ erfordern.

Unsere verherrlichten Leiber werden unzerstörbar sein, und „der Tod wird nicht mehr sein“ (Offb 21,4; 1 Kor 15,54–55). Entsprechend sind Speise und Trank zwar real, ihre Funktion ist Ausdruck, nicht Erhaltung.

6.3 Essen und Trinken als Ausdruck von Gemeinschaft, Freude und Anbetung

In der Bibel stehen gemeinsame Mahlzeiten oft für:

  • Bundesgemeinschaft (z.B. 2 Mo 24,9–11),
  • Feier und Freude (Jes 25,6–9),
  • Dank gegen Gott (5 Mo 12,7; 1 Kor 10,31).

Im Himmel und auf der neuen Erde wird Essen und Trinken:

  • das vollbrachte Werk Christi feiern,
  • unsere Einheit als Volk Gottes sichtbar machen,
  • die Freude an Gottes Güte in einer vollständig erneuerten Schöpfung ausdrücken.

So bezeugen das Hochzeitsmahl des Lammes, die Frucht des Baumes des Lebens und der Strom des Wassers des Lebens, dass das zukünftige Reich tief verkörperlicht und reich an Freude ist – aber ohne Sünde, Leid oder Mangel.


7. Schlussfolgerung

Wenn wir das biblische Zeugnis zusammennehmen, lässt sich die Frage „Werden wir im Himmel essen und trinken?“ wie folgt beantworten:

  • Ja, Gläubige in verherrlichten Leibern werden im zukünftigen Reich und auf der neuen Erde essen und trinken können, dem Vorbild des auferstandenen Christus und den Verheißungen der Schrift folgend.
  • Nein, wir werden kein Hungern und Dürsten im Sinn von Entbehrung, Gefahr oder ungestillter Not erfahren; diese Nöte gehören zur alten Welt, die vergangen ist.
  • Essen und Trinken im Himmel werden ein Geschenk der Güte Gottes sein, ein Ausdruck von Gemeinschaft, Freude und Anbetung in einer erneuerten Schöpfung, in der Gott bei seinem Volk wohnt und in der kein Fluch mehr ist.

Die biblische Eschatologie zeichnet somit nicht eine vage, körperlose Ewigkeit, sondern ein wirkliches, auferstandenes Leben, in dem Nahrung, Trank und Festmahle die Herrlichkeit Christi und unsere ewige Erfüllung in Ihm groß machen.


FAQ

F: Werden wir im Himmel buchstäblich Nahrung zu uns nehmen, oder ist das nur symbolische Sprache?

Die Schrift weist mit Nachdruck auf wörtliches Essen im kommenden Zeitalter hin. Jesus aß Fisch und Brot in seinem Auferstehungsleib (Lk 24,41–43; Joh 21,12–13), verheißt, das Gewächs des Weinstocks mit seinen Jüngern im Reich zu trinken (Mt 26,29) und lädt die Gläubigen zum Hochzeitsmahl des Lammes ein (Offb 19,9). Diese Ereignisse haben zwar symbolische Bedeutung, sind aber in realen, physischen Mahlzeiten verankert.

F: Wenn wir im Himmel essen und trinken werden, wie kann die Bibel sagen, wir würden „nicht mehr hungern“ und „nicht mehr dürsten“?

Offenbarung 7,16 verheißt das Ende von Entbehrung und Leiden, nicht das Ende allen Essens. „Kein Hunger mehr“ bedeutet: kein Nahrungsmangel, keine Not, keine Gefahr durch Hunger oder Durst. Essen und Trinken im Himmel werden ein Überfluss an Freude und Gemeinschaft sein, nicht eine Notwendigkeit zum Überleben.

F: Wird der Baum des Lebens im Neuen Jerusalem wirkliche Frucht für Gläubige hervorbringen?

Ja. Jesus sagt: „Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens“ (Offb 2,7), und Johannes beschreibt, dass er „zwölf Früchte“ trägt (Offb 22,2). Diese Aussagen sprechen von einer realen Teilhabe an dem, was dieser Baum schenkt, und zeigen zugleich die Fülle des ewigen Lebens in Gottes Gegenwart.

F: Wird Essen und Trinken im Himmel Tieropfer oder Fleisch einschließen, oder nur pflanzliche Nahrung?

Die Schrift gibt keinen vollständigen „Speiseplan“ des Himmels. Sie berichtet von Fisch in den Auferstehungsmahlzeiten Christi (Lk 24; Joh 21) und von Frucht des Baumes des Lebens (Offb 22,2). Eine ausdrückliche Lehre über Tiersterben im ewigen Zustand fehlt; deutlich ist nur, dass der Tod selbst abgeschafft wird (Offb 21,4; 1 Kor 15,26). Daher ist es am sichersten, die Realität des Essens zu bejahen, während wir die genaue Beschaffenheit der himmlischen Speisen Gottes weiser Gestaltung überlassen.

F: Ist Nahrung im Himmel erforderlich, um unsere Auferstehungsleiber am Leben zu erhalten?

Nein. Auferstehungsleiber werden als unverweslich, unsterblich und kraftvoll beschrieben (1 Kor 15,42–54). Sie sind nicht auf Nahrung angewiesen, um Verfall oder Tod abzuwenden. Speise und Trank im Himmel werden Ausdruck von Freude, Gemeinschaft und Anbetung sein, nicht Mittel biologischen Überlebens.

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Häufig gestellte Fragen

F: Werden wir im Himmel buchstäblich Nahrung zu uns nehmen, oder ist das nur symbolische Sprache?
Die Schrift weist mit Nachdruck auf **wörtliches Essen** im kommenden Zeitalter hin. Jesus aß Fisch und Brot in seinem **Auferstehungsleib** (*Lk 24,41–43; Joh 21,12–13*), verheißt, das **Gewächs des Weinstocks** mit seinen Jüngern im Reich zu trinken (*Mt 26,29*) und lädt die Gläubigen zum **Hochzeitsmahl des Lammes** ein (*Offb 19,9*). Diese Ereignisse haben zwar symbolische Bedeutung, sind aber in **realen, physischen Mahlzeiten** verankert.
F: Wenn wir im Himmel essen und trinken werden, wie kann die Bibel sagen, wir würden „nicht mehr hungern“ und „nicht mehr dürsten“?
*Offenbarung 7,16* verheißt das **Ende von Entbehrung und Leiden**, nicht das Ende allen Essens. „Kein Hunger mehr“ bedeutet: kein **Nahrungsmangel**, keine **Not**, keine **Gefahr** durch Hunger oder Durst. Essen und Trinken im Himmel werden ein **Überfluss an Freude und Gemeinschaft** sein, nicht eine Notwendigkeit zum Überleben.
F: Wird der Baum des Lebens im Neuen Jerusalem wirkliche Frucht für Gläubige hervorbringen?
Ja. Jesus sagt: „Wer überwindet, dem will ich zu **essen geben von dem Baum des Lebens**“ (*Offb 2,7*), und Johannes beschreibt, dass er **„zwölf Früchte“** trägt (*Offb 22,2*). Diese Aussagen sprechen von einer **realen Teilhabe** an dem, was dieser Baum schenkt, und zeigen zugleich die **Fülle des ewigen Lebens** in Gottes Gegenwart.
F: Wird Essen und Trinken im Himmel Tieropfer oder Fleisch einschließen, oder nur pflanzliche Nahrung?
Die Schrift gibt keinen vollständigen „Speiseplan“ des Himmels. Sie berichtet von **Fisch** in den Auferstehungsmahlzeiten Christi (*Lk 24; Joh 21*) und von **Frucht** des **Baumes des Lebens** (*Offb 22,2*). Eine ausdrückliche Lehre über Tiersterben im ewigen Zustand fehlt; deutlich ist nur, dass **der Tod selbst abgeschafft** wird (*Offb 21,4; 1 Kor 15,26*). Daher ist es am sichersten, die Realität des Essens zu bejahen, während wir die genaue Beschaffenheit der himmlischen Speisen Gottes weiser Gestaltung überlassen.
F: Ist Nahrung im Himmel erforderlich, um unsere Auferstehungsleiber am Leben zu erhalten?
Nein. Auferstehungsleiber werden als **unverweslich, unsterblich und kraftvoll** beschrieben (*1 Kor 15,42–54*). Sie sind nicht auf Nahrung angewiesen, um Verfall oder Tod abzuwenden. Speise und Trank im Himmel werden **Ausdruck von Freude, Gemeinschaft und Anbetung** sein, nicht Mittel biologischen Überlebens.

L. A. C.

Theologe spezialisiert auf Eschatologie, engagiert darin, Gläubigen zu helfen, Gottes prophetisches Wort zu verstehen.

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